Talk für das Frauennetzwerk Privatbank Bergos: Positive Mindset, wie wir mit Training unsere Haltung stärken und Verbindung schaffen
Im Juli durfte ich bei der Privatbank Bergos in Zürich einen inspirierenden Leadership-Talk zum Thema Positive Mindset gestalten. Eingeladen von Therese Schwermann und in Co-Kreation mit Oksana Kononenko entstand ein Raum für Austausch, neue Perspektiven und echtes Erleben. Ziel war es, zu erforschen, wie ein positives Mindset unsere Gedanken, unser Handeln und unsere Wirkung im (Berufs-)Alltag beeinflusst – und wie wir dieses Thema nutzen können, um im internen Female Network Verbindung zu schaffen.
Letzte Woche war ich erneut bei Bergos zu Gast – diesmal im Gespräch mit CXO Aurelia Rauch zum Thema Positive Leadership. Auch dazu teile ich bald mehr.
Warum Positive Mindset? Also einfach positiv denken?
Ein positiver Umgang mit Herausforderungen ist kein «Think positive» im toxischen Sinne. Vielmehr geht es um eine realistische, hoffnungsvolle und bewusste Art, die eigene Denkweise zu steuern. Gerade in Stresssituationen ist unser Gehirn oft im Autopilotmodus – gesteuert von inneren Saboteuren und Angst. Diese Muster basieren auf früh erlernten Schutzmechanismen, die einmal wichtig waren. Ein bewusst trainiertes positives Mindset unterbricht diesen Autopiloten und schafft Raum für neue Handlungsspielräume.
Der Talk im Überblick
Das Format war eine Mischung aus Mini-Impulsen, Storytelling, Selbsterfahrung, Verbindung und gemeinsamer Reflexion:
Zuerst hat die Organisatorin nochmals zum Thema «WHY» hinter dem Fraunennetzwerk gesprochen, warum diese Verbindungen so wertvoll sind und das auch entsprechend unterstützt wird. Zusammen kommen um sich zu stärken. Um die Beziehungen zu fördern. Das bringt was persönlich, und die Bank hat auch ein Interesse daran.

Ankommen & Grounding: Mit einem Sinnes-Check-in und bewusster Atmung aktivierten wir das parasympathische Nervensystem. Unser System bekam so das Signal: Du bist sicher. Du darfst jetzt ruhig werden.

Was ist ein Positive Mindset?
Ich erzählte eine persönliche Geschichte aus der aktuellen Woche, in der ich selbst in eine «Falle» negativer Gedanken geraten bin – und wie ich wieder herausgefunden habe. Ein Live-Testimonial: vom inneren Kritiker zur inneren Freundin. Das beeinflusste meine Produktivität, Kreativität und Leistung spürbar – und brachte ein tiefes Zufriedenheitsgefühl.
Damit habe ich auch gleich entmystifiziert, dass es ein „Ankommen“ im Sinne von „fertig sein“ überhaupt gibt. Und habe Nähe kreiert, wir sind alle Menschen und so funktioniert unser Gehirn und Erleben nun mal – die einen sind schon besser trainiert und die anderen üben gerade noch etwas mehr. Wir sind gemeinsam auf diesen Weg, und durch das Teilen fällt ein Teil des Stigma und der Scham weg, das hilft!
Das führt mich zu meiner Metapher, die ich an dieser Stelle jeweils gerne teile:
Metapher: Das Positive Mindset als Muskel.
Wie beim Hantel-Training: kurze Reps führen langfristig zu neuen Verknüpfungen im Gehirn. Deshalb hatte ich eine kleine Hantel dabei – als Bild, das wirkt. Und tatsächlich: darauf wurde ich später mehrfach angesprochen. Die Frage ist nicht: Habe ich ein positives Mindset? Sondern: Wie kann ich es Schritt für Schritt trainieren?

Unser Gehirn eine Geschichtenerzählerin
Das Gehirn liebt Geschichten. Entweder erzählt es unbewusst und automatisch – oder bewusst und stärkend. Um das erfahrbar zu machen, bat ich die Teilnehmer:innen, eine eigene Situation zu reflektieren: etwas, das zuerst als „schlecht“ erschien. Manche erkannten schon, dass es gar nicht so schlimm war; andere, dass es neutral geworden ist; wieder andere, dass darin inzwischen ein Geschenk sichtbar wird.
Wichtig war mir zu betonen – und das sehe ich auch oft im Coaching mit ambitionierten Frauen: Nicht alles muss sofort ein Geschenk sein. Manches darf einfach angenommen werden. Das nimmt Druck raus, gerade wenn Perfektionismus oder Leistungsanspruch hoch sind.

Psychologische Tiefe
Wir schauten uns an wie das mit selbsterfüllenden Prophezeiung zusammenhängt.
Love Letter to Self
Zum Schluss schrieb jede Teilnehmerin auf eine Postkarte einen Brief an sich selbst in die Zukunft – mit dem, was sie aus dem Talk mitnehmen und verändern möchte. Die Kuverts liegen noch bei mir, bald gehen sie auf die Reise. Ein kleiner Nudge mehr, um dranzubleiben.
Abgeschlossen haben wir mit einem Food for Thought beim Lunch:
„Was bedeutet für dich eigentlich positiv – jenseits von guter Laune?“
Stimmen aus der Privatbank Bergos
«We had an excellent Positive Mindset session led by Pia Eggimann. Pia brings a truly positive energy and was able to immediately capture the audience’s attention. She was well-prepared and, as the organizer of this session for our Bank, I particularly appreciated her initiative in reaching out before the event to align her approach with our expectations. This proactive communication helped minimize uncertainty and ensured we could jointly select the most suitable direction for the session. Pia reminded us that while we may not be able to change a situation, we can always change our perception and attitude toward it. Her message was clear and impactful: don’t give up, and train your “positive thinking muscle” every day—just like physical exercise, it requires consistent effort. Everything starts in our minds and is within our control. I would highly recommend Pia as a speaker or coach. She is flexible, attentive to client needs, and able to tailor her delivery to meet different expectations and audiences.«
Oksana Kononenko
Product Portfolio Specialist at Bergos Bank
«Pia war im Rahmen unseres Women’s Networks bei uns in der Bank zu Gast – und ich war von Anfang an begeistert! Sie hat eine unglaublich angenehme, empathische und warmherzige Art, die sofort eine positive Atmosphäre schafft. Man hört ihr nicht nur gerne zu, sondern nimmt auch wirklich etwas mit. Ihre Inputs haben mich zum Nachdenken gebracht und begleiten mich noch immer im Alltag. Ich bin sehr dankbar für die Impulse und kann Pia von Herzen weiterempfehlen!«
Communications Manager at Bergos Private Bank
Was bleibt
Ein positives Mindset ist keine Flucht vor der Realität. Es ist eine bewusste Wahl, wie wir mit Herausforderungen, Stress und Ungewissheit umgehen. Es braucht Mut, Disziplin und Training – und die Wirkung ist kraftvoll: mehr Klarheit, mehr Fokus, mehr Wirksamkeit und Freude.
Ich danke allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, Tiefe und Bereitschaft zum Ausprobieren. Danke an Bergos für das Vertrauen, besonders an Oksana und Therese. Und danke an Aurelia für das inspirierende Folgegespräch – Positive Leadership geht weiter.
Wenn dich das Thema interessiert: Ich begleite ambitionierte Frauen auf dem Weg in eine positive, authentische Leadership-Kraft. Mehr dazu in meinem Positive Leadership Newsletter.






